Mittwoch, 22. Februar 2012

Philosophie des Abendlandes #3

Jetzt mal was für die Juristen: Protagoras war ein Sophist, also eine Art Philosohie- und Rhetoriklehrer, der im antiken Athen gegen Honorar unterrichtete. In Athen war es damals üblich, dass sich Ankläger und Angeklagte vor Gericht selber vertreten mussten. Der Berufsstand des Anwalts war also noch nicht erfunden. Dies erklärt aber auch den hohen Bedarf an professionellen Sophisten.

Protagoras einigte sich jedenfalls mit einem seiner Kunden darauf, dass er seine Bezahlung erst nach dem ersten gewonnenen Prozess seines Schülers erhalten sollte. Unmittelbar nach Vertragsschluss verklagte er diesen dann auf die Zahlung des Honorars.

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