Montag, 5. Dezember 2011

Humor ist, wenn man Fehler macht

Wieder einmal laufe ich durch die vorabendliche City, bezahle meine Versäumnisrechnungen in der Stadtbücherei und gehe danach in eine Buchhandlung.

Zunächst fällt die neue Rubrik "Power Krimis" auf. Bescheuert, denke ich und gehe einen Gang runter, was die Situation nicht unbedingt verbessert: Neuerdings wird auch "Romantasy" angeboten.
Ich vermute, dass es sich dabei um Bücher handelt, in denen romantische Vampire eine Rolle spielen. Dass dieser Trend irgendwie mit dem Rückgang der Einschaltquoten von RTL2 korreliert vermute ich auch.

Wenn man ein Anhänger der großartigen Kulturleistung des Zombie- und Vampirfilms ist, kann man Romantasy nur als Zeichen der kommenden Apokalypse werten. Denken Sie doch nur an den Niedergang der ehrenvollen Science-Fiction! Ehemals eine innovative literarische Gattung, kam dann mit Star Wars der drastische Verfall mit Laserpistolen, Prinzessinnen und Raumgleitern. H.G. Wells wäre in der Zeitkapsel rotiert, in die man ihn hoffentlich gestopft hat.
Egal, die Welt ist ein düsterer, ekelhafter und einsamer Ort, da kommt es auf die Zombies auch nicht mehr an.

Auf dem dem Nachhauseweg kehre ich in einen Imbiss ein. Meine Stimmung verbessert sich durch die "Rumpfsteaks" auf der Speisekarte erheblich. Ich muss sogar lachen, als ich daneben die "Lammkoteletten" entdecke und frage ich mich ganz ernst, ob man Humor haben kann, ohne davon zu wissen.

Kommentare:

  1. Und ist das dann ein Vorteil oder ein Nachteil?

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  2. für andere von vorteil, sofern man den humor teilt. für einen selbst nur bedingt würde ich sagen.

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  3. Vermutlich könnte man in dem Fall auch vom trockenstmöglichen Humor reden.

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