Mittwoch, 12. Oktober 2011

Zukunftsabweisende Freizeitgestaltung

Wenn man kaum Freizeit hat, verbringt man viel Zeit damit, über Freizeit nachzudenken. Insbesondere solche Tätigkeiten, die sich in der Grauzone dessen, was landläufig als "normal" gilt, üben dabei einen besonderen Reiz aus.

Nachdem ich eben in Rekordzeit Waren aus einem Lebensmittelgeschäft beschafft hatte, entwickelte sich auf dem Nach-Hause-Weg eine Idee für eine bewertbare Freizeitidee.
Im Kern geht es dabei um die Frage, wie lange das schiere Aufhalten in einem öffentlich-kommerziellen Raum von den Bediensteten toleriert wird.

Die Kriterien für einen Erfolg sind dabei recht einfach in einer Formel zusammenzufassen: Freizeit ist definiert als die Größe des Ausstellungsraum (in Quadratmeter) multipliziert mit der Aufenthaltsdauer (in Stunden) dividiert durch die Anzahl der anwesenden Fachkräfte.


   qm * h
F = _________

   A

Erreicht man nach dieser Formel einen Freizeitwert von über 133, sollte man seinen Urlaub allerdings abbrechen.

Kommentare:

  1. Aber was ist den mit Leuten, die ganze Clubs gründen um ihre Freizeit zu verbringen. Müsste man die nicht auch noch in Deine Formel aufnehmen? Wobei man das Ergebnis dann noch in Beziehung setzen müsste mit dem Beitrag der Gruppe zum tatsächlichen Freizeitgefühl: Also erhöht sich nur die Anzahl der Leute im Ausstellungsraum oder erhöht sich die Anzahl der anwesenden Fachkräfte...

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  2. Oha, da muss ich erstmal meine veralteten Mathe-LK Unterlagen heraussuchen. Man könnte den Gruppenfreizeitwert F als eine Folge bzw. Iteration verstehen und als F(i) notieren. Wenn aber nun i gegen unendlich strebt, also die Zahl der freizeitsuchenden Clubmitglieder steigt, hat dies auch Auswirkungen auf den Ausstellungsraum: qm sinkt. Welche Auswirkungen wird das dann auf A haben? Ich muss da nochmal weiter drüber nachdenken.

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