Freitag, 9. Juli 2010

Die philosophische Fiktion

Die Frage ist die: Wenn wir rausfinden würden, dass unsere Welt, so wir wie sie kennen und empfinden, nicht mehr ist als, sagen wir, ein simulierter Level auf der Spielkonsole eines gottähnlichen und höherdimensionierten Wesens, genauer: Des Kindes eines weit mächtigeren Gottes. Was würden wir tun? Klar, das kleine kreative Wesen hat uns erschaffen, aber: Er ist nicht der Chef im Stall. Umschwenken oder Dranbleiben?

Kommentare:

  1. Ich würde sagen: wenn mal wieder einer von oben ne Kontaktschaltung zur Simulation macht, einfach die Identität tauschen, zu oberen Ebene wechseln und dann, bevor einer was merkt, Simulacron 3 schnell abschalten. Ist zwar etwas egoistisch, aber könnte funktionieren (Einstein ist ja nur knapp gescheitert, aber er hat's immerhin versucht). Das Bewusstsein ist damit in die nächsthöhere Ebene portiert und gut ist (sofern es nicht eine noch höherer Ebene gibt).

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  2. Eine interessante Idee, man stößt allerdings an Grenzen, sobald man versucht, sie auf die katholische Theologie anzuwenden. Da müsste man in Rom vielleicht mal Nachbesserung nahelegen.

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  3. Merkwürdig, ein Kommentar fehlt! Ist sowas schon öfter vorgekommen?

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  4. uralte spekulation, nur mit neuen, diesmal medialen komponenten gewürzt. einer meiner kunden, 8 jahre, autist, fragte mich letztlich, du, hermann, du bist doch schriftsteller, da erfindest du doch alles, oder? ich nickte. darauf schaute er mich an und sagte: du, hermann, gott hat das doch alles auch erfunden, oder? ich nickte. es ist also müssig, darüber zu spekulieren, ob es der zentralrechner ist, der uns rechnet oder gott, es bleibt alles beim alten: man muss es genießen: es heißt leben und ist ein aufregendes spiel. man kann jederzeit rausgekickt oder zum gewinner gekürt werden, aber selbst das ist egal: wenn man's nicht genießt, ist es ins knie gewichst. also lautet der beschluss, dass der mensch genießen muss (witwe bolte leicht angewandelt)
    herzlich

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