Sonntag, 4. Juli 2010

Das royale C

Die Arbeiten am neuesten und aufregenden vierten Teils der CattleGrid Spielfilmreihe ließen mir in der letzten Woche wenig Zeit für andersartige Betätigungen. Das ändert sich jetzt und hiermit. Zunächst folgt eine Beobachtung mit integriertem Ratschlag:

Möchte man einem Substantiv eine besondere Bedeutung verleihen, so tausche man das Z gegen ein C. Beispiel: Cigarette, Club, Conditorei.
Mit diesem einfachen orthigrafischen Trick täuscht man wirkungsvoll eine gewissen inhaltliche Schwere vor, wirkt aber trotzdem nicht allzu dämlich.

Die Vorgehensweise ist allerdings an gewisse Bedingungen geknüpft: Es ist z.B. zu vermeiden, aus dem angelsächsischen entliehene Wortbestände zu verwenden. Ein mir namentlich bekannter Discount-Optiker preist so etwa seine "Contactlinsen" an. Versuchen Sie doch mal, dieses entsprechend britisch zu vertonen, da würde sich ja selbst der Werbechef der Deutschen Bahn hinter seinem Service Point verstecken.
Anders gelagert wäre der vorliegende Fall natürlich, wenn der Optiker genau hingesehen, und das Binnen-C original gegen ein natürliches K eingewechselt hätte. Die entstehende Kreation "Contaktlinsen" nämlich zeugt absolut von den goldenen Tagen der frühen Bundesrepublik, als Kurzwarenhändler das Straßenbild bestimmten.

Kommentare:

  1. Stimme dir vollständig zu: Conditorei und Club bekommen durch das C eine besondere Bedeutung und wirken im Vergleich zu Zlub und Zonditorei weniger dämlich.

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  2. Enorm weniger - das ist zumindest meine Meinung!

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  3. Es geht auch anders rum, quasi gewollt billig:


    KIK - DER TEXTILDISKONT!!!!

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  4. Ein einwandfreier Einwand! Alle Achtung, dafür vergebe ich direkt einen Punkt!

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