Dienstag, 2. März 2010

Wertegemeinheiten

Moral und Ethik, so habe es mir aus Funk und Fernsehen zusammengereimt, sind letztlich doch nur die erfolgversprechensten Prinzipien, um den eigenen Bedürfnissen Genüge zu tun. Dies gilt in besonderem Maße für die lebensmittelausscheidende Industrie.
Man schnibbelt nunmal niemendem etwas Wurst extra in die Suppe, wenn man nicht im Gegenzug einen erhöhten Absatz der eigenen Fertigmahlzeit im Sinne hat. Aber was dem Süden sein Bill Collins ist, das ist dem Norden der Pottkieker: Preiswert und von der Message her nicht gerade Bio. Trotzdem schmeckt es einigen, andere kommen sich sogar besonders ehrlich vor, wenn Bauchspeck zwischen Erbsen glibbert.
In diesem Sinne sagt man sich: Im Eintopf ist für jeden was dabei, aber einige Zutaten mag man dann doch besonders gerne. Gäbe es keine Moral, würde sich das also auch auf den eigentlich als Gemeinschaftsgericht gedachten Eintopf auswirken. Der Jäger würde den Sammler eiskalt ermorden und einsam eine Art fleischige Masse zubereiten, Probleme hätte er deswegen aber nicht, er hätte ja im Sinne seiner Gattung gehandelt.
Spinnen Sie den Gedanken doch einmal weiter und finden Sie heraus, vor welchen Problemen die Lebensmittelchemie tagtäglich steht. Es geht um nicht weniger als den Kampf Gut gegen Böse, jeden Tag von 8-22 Uhr.

Kommentare:

  1. Heißt es nicht Funk und Soul?

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  2. Das ist mir nicht bekannt. Und mir fällt auch nichts ein, was ich darauf antworten könnte.

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