Montag, 25. Januar 2010

Im Netz der digitalen Kanarienvögel

Es wird Zeit für ein Resümee: Seit geraumer Zeit bin ich dem sogenannt "sozialen" Netzwerk "twitter.com" aktiv. Was hat es mir eingebracht? 4 Freund, 4 Follower und die Erkenntnis, dass auch ein "soziales" Netzwerk ökonomisch funktioniert.

Es lässt sich festhalten, dass man aus zwei Gründen Mitglied bei twitter werden kann:

1. Man hat das System nicht richtig verstanden, aber davon gehört, dass man über Twitter Leute auf seine Homepage oder sein Blog locken kann. Zu dieser Gruppe zähle ich mich.

2. Man hat das System nicht richtig verstanden, glaubt aber, mit twitter eine Möglichkeit der Kommunikation gefunden zu haben. Dieser Glaube entspringt dabei der Medienpropaganda, nicht aber der Empfehlung von realen Personen.

In beiden Fällen soll etwas verkauft werden, entweder Werbung für die eigene Webseite in Form von Hyperlinks (hihi) oder Werbung für die eigene Person in Form von mehr oder meistens minder interessanten Aussagen über Apple-Produkte.

Überhaupt fällt auf: Man twittert in der Regel nicht mit bekannten Personen (die man persönlich kennt und oder schonmal angefasst hätte) sondern mit anderen Twitterern. Dabei werden Informationsfragmente ausgetauscht, aber nicht nicht kommuniziert. Man könnte sagen: Bevor über twitter ein sinnvoller Gedankenaustausch stattfindet, hat man auf einer LAN-Party eine Freundin gefunden.

Allein, es bleibt die Erkenntnis: Twitterer vom Typus "I" sind medienkompetent, Twitterer vom Typus "II" haben in diesem Bereich Nachholbedarf. Zum Abschluss ein Tipp: Garnieren sie *jeden* Tweet (=twitter-nachricht), mit dem Verweise "#iphone" und sie werden NEUE FREUNDE finden.

1 Kommentar:

  1. Und dann war da noch der User, der die Schlagzeile von spiegel.de twitterte, ganz so, als ob seine Twitterfreunde die Seite nicht schon acht mal gelesen hätten, an diesem sonnigen Morgen.

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