Mittwoch, 6. Mai 2009

Megabyte - Das Protokollmagazin #1 heute: Lubux.com

Wilkommen zum neuen Diskussionsformat auf winterorbit.de. Heute zu Gast: Der Mann hinter lubux.com

winterorbit.de: Guten Tag Herr Lloyd! Sie sind der erste Gast in unserem neuen Format. Halten Sie sich für etwas besonderes?

lubux.com: Ich möchte diese Frage wie ein Politiker beantworten. Lassen Sie mich also zunächst darauf hinweisen, dass ich mich sehr freue, Ihr erster Gast zu sein. Und damit ist die Frage eigentlich schon beantwortet.

winterorbit.de: Sie sind dafür bekannt, Fragen auf ihrem Portal nicht immer wie ein Politiker zu beantworten. Stichwort: Apple. Religion oder Liebe?

lubux.com: Nicht komplett falsch. Die Firma aus Cupertino erhält von mir zum Beispiel regelmäßig Zahlungen, da ist es doch normal, dass ich gut über sie rede. Ich meine, sonst würde ich mich doch noch mehr ärgern als eh schon. Zum Beispiel über Religion. Ein kluger Mann hat mal gesagt: Religionen sind der Brotaufstrich des Proletariats. Wobei es sich dabei höchstens um Mortadella handeln kann, nicht etwa um Nutella, Honig oder gar den "Edlen Weißen" von Plus.

winterorbit.de: Erhellend, Herr Lloyd! Anderes Thema: Was halten sie von Bio-Katzenfutter? Sind sie womöglich ein Katzenidiot?

lubux.com: Wissen Sie, Katzenfutter wird hierzulande in mittelständischen Betrieben erzeugt, die oft nicht die Gelder haben, sich die Bio-Qualität zertifizieren zu lassen. Ich selbst habe einige Minuten dabei zugesehen, wie Katzenfutter in einem hocherotischen Prozess auf metallische Rückstände untersucht wird - mit elektrischem Gerät - und daher kann man schon davon ausgehen, dass in den meisten Dosen auch Bio steckt. Mich wundert allerdings, wenn ich das anfügen darf, dass Sie das interessiert. Sie sehen mir eher aus wie ein Hund.

winterorbit.de: Ich nehme an, Sie spielen auf die Loyalität von winterorbit.de gegenüber der freiheitlich-demokratischen Grundordnung an. Aber nun zu etwas anderem: Neue Medien. Was halten sie von dem Trend, dass sich immer mehr Menschen der Realität verwehren und statt dessen in Multimedia-Umgebungen dahinvegetieren?

lubux.com: Kurz: Gar nichts. Neue Medien sind wie die neue Grippe. Ansteckend und tödlich. Nichtmal ein Mundschutz hilft. Allerdings verbreiten sich die neuen Medien viel schneller unter den "Reichen" und "Schönen", und das ist immerhin irgendwie gerecht. Um es mit Helge Schneider zu sagen: "Happy end."

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